• Vegane Ernährung in der Schwangerschaft

    Vegane Ernährung in der Schwangerschaft

    Viele Menschen stehen einer veganen Ernährung während der Schwangerschaft immer noch äußerst kritisch gegenüber. Es wird mit den typischen Vorurteilen argumentiert und behauptet, vegane Ernährung sei ungesund und würde nicht ausreichend Nährstoffe mit sich bringen. Aber jede Frau kann sich während der Schwangerschaft vegan ernähren, wenn ein paar Kleinigkeiten beachtet werden. Man wird seinem ungeborenen Kind oder sich selbst keinesfalls schaden.

    Natürlich ist die Schwangerschaft eine starke Belastung für jede Frau. Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat steht dann auch ein erhöhter Energie-, Vitamin- und Proteinbedarf an. Wer sich bei Beginn der Schwangerschaft also ausreichend informiert, kann quasi nichts falsch machen.

    Was während der Schwangerschaft beachtet werden sollte:

    Erhöhter Energiebedarf während der Schwangerschaft

    Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat ist der Energiebedarf bereits um 250 kcal pro Tag erhöht. Es werden darüber hinaus einige Vitamine und Mineralstoffe benötigt, weshalb vorwiegend Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte verspeist werden sollten. Hierzu gehören Obst, Vollkornprodukte, Gemüse und Hülsenfrüchte.

    Erhöhter Eiweißbedarf

    Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat wird etwa 20 % mehr Eiweiß benötigt. Vollgetreide, Nüsse, Ölsamen und Hülsenfrüchte sind demnach sehr wichtig für eine ausgewogene Ernährung. Darüber hinaus werden essentielle Fettsäuren für die Entwicklung des Kindes benötigt, die am besten mit einem Teelöffel Leinöl pro Tag zugeführt werden.

    Vitaminbedarf bei schwangeren Frauen

    ß-Carotin, das in Brokkoli, Aprikosen und Möhren enthalten ist, wird im Körper in das so wichtige Vitamin A umgewandelt. Vitamin D erhält man am besten durch Sonnenlicht, weshalb regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft unheimlich wichtig sind. Schwangere benötigen vermehrt Vitamin B6, welches in Bananen, Hülsenfrüchten, Ölsaaten, Kohl und Avocados enthalten ist. Vitamin B12 kommt in pflanzlichen Lebensmitteln nur in Spuren vor, weshalb hier zu einem Nahrungsergänzungsmittel gegriffen werden kann. Für die Zellbildung ist außerdem das Vitamin Folat wichtig, das in Getreide, Hülsenfrüchten und grünem Blattgemüse steckt. Bereits vor Beginn und während des ersten Drittels der Schwangerschaft können außerdem 400 Mikrogramm Folsäure eingenommen werden.

    Eisen, Jod und Zink

    Während der Schwangerschaft sollte man doppelt so viel Eisen wie gewöhnlich zu sich nehmen. Durch eine Kombination mit Vitamin C kann die Aufnahme verbessert werden. Der behandelnde Arzt sollte den Eisenwert nichtsdestotrotz regelmäßig überprüfen. Auch für Nicht-Veganer ist eine erhöhte Eisenzufuhr recht schwer erreichbar. Darüber hinaus sollte lediglich jodiertes Meer- und Speisesalz verwendet werden, wenn keine Erkrankung der Schilddrüse besteht. Genügend Zink kann dem Körper mit Ölsamen, Getreide und Hülsenfrüchten verabreicht werden. Kalzium ist in Sesam, Nüssen und Grünkohl enthalten.

    Fazit

    Schwangere Veganerinnen, die diese Regeln beachten, müssen sich keinesfalls Gedanken über die Entwicklung des Kindes und die eigenen Gesundheit machen. Mutter und Kind wird es an nichts fehlen. Die Aussage vieler Kritiker kann demnach definitiv widerlegt werden. Wer sich nichtsdestotrotz Sorgen macht, kann alle Werte im Körper regelmäßig vom behandelnden Arzt überprüfen lassen, aber das sollte man – egal ob vegan oder nicht vegan – so oder so tun.

    Übrigens: In unserer Rezeptrubrik gibt es viele vegane Rezepte zum Nachkochen.

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